Ausgebackene Apfelküchlein


Ausgebackene Apfelküchlein sind etwas großartiges.
Mürbe, saftige Apfelscheiben, umhüllt von Backteig, mit einer leichten Zimtnote.

Jetzt wo die Apfelernte in vollem Gang ist, auch wenn sie wohl durch den sehr heißen Sommer etwas schmaler ausfällt und die Äpfel etwas teurer werden sollen, ist die beste Zeit etwas leckeres aus Äpfeln zu zaubern.
Apfelkuchen, Pie, Kompott, Strudel .. Äpfel sind vielseitig und nicht nur pur ein echter Genuss.

An besonderen Tagen, oder wenn es mich überkommt gibt es bei uns Apfelküchlein oder Apfelringe.
Wer eine Friteuse zu Hause hat, ist bei der Zubereitung dieser Leckerei etwas im Vorteil.
Aber keine Angst, niemand muss darauf verzichten. 
Eine Friteuse ist kein Muss um diese Rezept zubereiten zu können.
Denn auch in einem Topf in Sonnenblumenöl klappt dieses Rezept ganz genauso gut.
Auch im Hause Küchenschlacht gibt es keine Friteuse, schlicht aus Platzmangel.
Der einzige, wirklich große Unterschied liegt am Ende darin, das der einfache Topf kein Filtersystem im Deckel mitbringt, und die Wohnung nach Ausbackfett riecht.
Und das kann etwas unangenehm sein.


Angesichtes der köstlichen Apfelküchlein wiederum, nehme ich das ab und an sehr gerne in kauf und lüfte etwas länger durch.
Kennen und lieben gelernt habe ich dieses Rezept in meiner Ausbildung zur Köchin 
( diese habe ich allerdings schon nach einem halben Jahr abgebrochen, da die Verarbeitung von frischem Fisch und Fleisch nichts für mich gewesen ist ).
Dort war es das erste a la Carte Dessert was ich alleine zubereiten durfte.

Und auch, wenn es dieses Gebäck nur selten bei uns gibt, die Liebe dazu ist bis heute ungetrübt.
Und auch mein Sohn weiß es sehr zu schätzen wenn Mama Lust bekommt, Apfelküchlein zu backen.

Die besten Äpfel dafür sind mürbe, leicht säuerliche Sorten wie zB. Boskoop, Cox Orange, Braeburn oder Elster.
Dabei solltet Ihr bei so großen Exemplar wie ihr finden könnt zugreifen.
Denn je größer die Scheibe, desto größer das spätere Dessert.

Aber nun ist Schluss damit Euch das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen.
Ist ja doch etwas gemein.


Zutatenliste
für 4 Personen

200 g Mehl + 5 El
250 ml helles Bier ( alternativ Apfelsaftschorle )
2 Eier 
Prise Salz
1,5 TL gem. Zimt
1/2 TL Vanille Extrakt
3 Tropfen Mandel Öl
4-5 große Äpfel

Saft einer Halben Zitrone 
1 Liter Wasser

Puderzucker

1 Liter Sonnenblumenöl



Zubereitung

1. Das Wasser mit dem Zitronensaft in eine flache, größere Schale gießen.
Die Äpfel mit einem Apfelausstecher entkernen, so das das gesamte Kerngehäuse entfernt ist.
Die Äpfel schälen und in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Damit die Scheiben nicht braun werden, in das Zitronenwasser legen.
Sie müssen mind. einmal komplett untergetaucht werden.

2. Die Eier mit Bier oder Apfelschorle, dem Salz und den Gewürzen schaumig aufschlagen.
Das Mehl sieben und unter die Masse heben.

3. Das Öl in einen kleinen, höheren Topf gießen und erhitzen.
Wenn an einem eingetauchten Holzstiel leichte Bläschen entweichen ist die Hitze des Öls perfekt.
Diese nun etwas runterdrehen, damit die Küchlein nicht zu dunkel werden.
Die 5 EL Mehl auf einem Suppenteller verteilen .
Die Apfelscheiben nach und nach auf ein Küchenkrepp legen und trocken tupfen.
Leicht in Mehl wenden, so haftet der Teig besser an dem Apfel.
Dann, je nach Topf Größe 1-2 Apfelscheiben tief in den Teig tauchen, kurz abtropfen lassen und direkt in das Öl geben.
Es kann sein, das ihr mit dem tropfenden Teig etwas rumschweinert, aber das bringt dieses Rezept so mit sich.

Von beiden Seiten goldbraun ausbacken.
Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und so weiter verfahren bis alle Apfelscheiben verarbeitet sind.


Ganz kurz vor dem servieren mit Puderzucker bestäuben.
Dazu schmeckt Vanille Eis, Sahne oder Vanille Sauce.
Wir mögen sie hier am liebsten ganz pur.

Ein weiterer wichtiger Tipp.
Lasst sie nicht zu lange stehen oder gar kalt werden.
 Denn dann weicht der Teigmantel auf, und der Geschmack geht verloren.

Wer mag, kann anstelle des Puderzucker eine Zimt-Zuckermischung vorbereiten und die heißen Küchlein darin wälzen.


Eure Stephie



22. September 2015 , 1 Kommentar

1 Kommentar:

  1. Oh wie lecker! Das habe ich schon ewig nicht mehr gegessen!!! ♥

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